Nachrichten 2005

01.07.2005
Höllenhitze Mittelmeer: Düstere Klimaprognose für Urlaubsziele

Wien (pte) - Umweltgruppen wie der WWF und Greenpeace warnen vor der
zunehmenden Hitze und Trockenheit in den Mittelmeerländern. Was sich derzeit abspielt sei nur ein Vorgeschmack auf künftige Sommermonate. Wenn nämlich die durchschnittlichen Temperaturen der Region um zwei Grad steigen, wird aus den Urlaubsparadiesen eine "ungemütliche Gegend", so lautet der Grundtenor eines Klimaberichts, den der WWF
http://www.wwf.at heute, Freitag, vorgestellt hat.

Ein Temperaturanstieg um wenige Grad im Jahresdurchschnitt hätte jedenfalls gravierende Auswirkungen: Die Hitzewellen würden bis zu sechs Wochen lang werden, die Temperaturspitzen würden auf über 35 Grad klettern, die Niederschläge würden noch weiter zurückgehen und dazu führen, dass bis zu 40 Prozent der Ernte ausfallen. Hinzu kämen eine steigende Waldbrandgefahr sowie gravierende Wassermängel, die auch den
Fremdenverkehr betreffen. Darunter leiden wird nicht nur der Tourismus, sondern auch die Landwirtschaft. Derzeit sind die Mittelmeerländer die bevorzugten Urlaubsdestinationen der Europäer. 30 Prozent aller Touristen weltweit verbringen ihren Urlaub in diesen Staaten.
"Um den unwiderbringlichen Schaden für die betroffenen Länder abzuwenden, muss umgehend gehandelt werden. Der Klimawandel ist nur durch eine radikale Verminderung der Treibhausgasemissionen in den Griff zu bekommen", so der WWF-Klimaexperte Markus Niedermair. Die Chance für eine radikale Änderung bestehe nach Ansicht der
Umweltschützer beim bevorstehenden G8-Gipfel in Großbritannien. Ähnlich
sehen auch die Experten der Umweltorganisation Greenpeace
http://www.greenpeace.at die Situation. Das Klima in Südspanien sei bereits sehr ähnlich jenem der nordafrikanischen Länder. Zunehmende Versteppung bedroht die Landwirtschaft, meint Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer zu pressetext.

 




hensoko.de


10.03.2005
Tod auf offener Straße
WWF fordert Schutz für den unmittelbar vom Aussterben bedrohten Iberischen Luchs

Frankfurt a. M.(WWF): Der Iberische Luchs ist die bedrohteste Katze der Welt. Wie die Umweltschutzorganisation WWF heute mitteilt, streifen nach neuesten Zählungen nur noch zwei Bestände dieses Räubers, mit zusammen etwa 100 Tieren, durch Spanien und Portugal. Vor nur zwei Jahren konnten noch 160 Individuen gezählt werden. Der Pardelluchs, wie er auch genannt wird, blickt daher in eine düstere Zukunft: Sollten die EU und Spanien nicht unmittelbar handeln, wird der Iberische Luchs in wenigen Jahren aussterben.

Ein letztes Rückzugsgebiet hat die seltene Katze im Nationalpark Coto de Doñana in Südspanien gefunden. Ausgerechnet dort ließ die spanische Regierung im letzten Jahr eine Sandpiste asphaltieren – zum Teil mit EU-Geldern. Die Straße nach El Rocio verläuft quer durch den Lebensraum einer der beiden Luchspopulationen. Seitdem sind hier bereits mehrere Tiere Unfällen zum Opfern gefallen. „Es kann nicht sein, dass die EU einerseits den Schutz der Luchse finanziell fördert und gleichzeitig Mittel für die Zerstörung seines Lebensraums bewilligt“, ärgert sich WWF-Artenschutzexperte Volker Homes.

„Der Zustand der Bestände ist so kritisch, dass jeder einzelne Unfall die Luchse einen Schritt näher ans Aussterben bringt“, beschreibt Homes die Situation. Er unterstreicht, dass der WWF bereits vor Jahren auf die Gefährdung des Iberischen Luchses durch den Straßenverkehr hingewiesen hat. „Autounfälle sind inzwischen die Todesursache Nummer 1 geworden“, so Homes.

Nach Ansicht des WWF müssen bei der anstehenden Reform der EU-Strukturfonds solche Inkonsequenzen verhindert werden. Projekte, die den Iberischen Luchs oder andere gefährdete Arten bedrohen, dürften keine Fördermittel der EU erhalten.

Der WWF fordert die spanische Regierung auf, alle Lebensräume des Iberischen Luchses unter strengen Schutz zu stellen und über Korridore miteinander zu verbinden. Nur so kann ein Austausch zwischen den beiden Populationen ermöglicht und Inzucht verhindert werden. Zudem muss die Straße nach El Rocio wieder geschlossen werden. WWF-Artenschutzexperte Homes: „Europa sieht sich oft als Vorbild in Sachen Natur- und Umweltschutz. Wir können nicht zulassen, dass in einem reichen und fortschrittlichen Land wie Spanien, die bedrohteste Wildkatze der Welt ausstirbt.“


Pardelluchs
Foto: WWF
16. Februar 2005
Portugals Meeresbewohner waren die Stars in Schweden

Luz de Tavira (marisol): "Fische der Algarve" wurde im Rahmen der Gourmand World Cookbook Awards am 11. Februar als eines der vier besten Fisch- und Seafood-Kochbücher weltweit ausgezeichnet. An den Feierlichkeiten zum zehnten "Gourmand Gookbook Award" am 11. Februar 2005 im schwedischen Örebro nahmen über 375 Verleger und Autoren aus 29 Ländern teil. Die Verleihung der Preise und das anschließende Galadinner fanden in Gegenwart des schwedischen Kultusministers statt und wurden von der nationalen und internationalen Presse sowie namhaften TV-Sendern begleitet, darunter BBC, CNN, TBS Tokyo und Gambero Rosso (Italien). Für den Award war auch ein herausragendes Buch aus Portugal nominiert: "Fische der Algarve" von Nico Böer, erschienen auf deutsch in der Edition Marisol mit Sitz in Tavira, Algarve/Portugal. Das Buch, das im gleichen Wettbewerb bereits als bestes deutschsprachiges Fisch- und Seafood-Kochbuch des Jahres 2004 ausgezeichnet wurde, gewann nun auch noch den Titel "Best in the World", als eines der vier weltbesten Bücher in seiner Kategorie.

"Es ist ein überaus kreatives Buch, das Lust auf Fisch macht, wunderschön gestaltet und in hervorragender Ausstattung", lobt Award-Gründer Edouard Cointreau. Cointreau weiter: "Während sich Fisch scheinbar grenzenlos durch die Meere bewegt, ist seine Zubereitung immer stark lokal geprägt. Dies zeigt die portugiesische Algarve mit ihrer genuinen Fischküche."
Der Autor Nico Böer lebt seit 1977 in der Algarve, immer in Küstennähe. Seine Freunde und Gäste kennen und schätzen seine Leidenschaft für Fisch und Meeresfrüchte auch aus der Praxis des versierten Hobbykochs. Neben seinen geschäftlichen Aktivitäten als Promoter von portugiesischem Meersalz setzt sich Böer für den Erhalt einer authentischen regionalen Algarve-Küche ein.

Über den Award
Die "Gourmand World Cookbook Awards" sind die "Oscars" der Gourmet-Welt. Gegründet wurden sie vor zehn Jahren auf der Frankfurter Buchmesse, um eine Auszeichnung zu schaffen "für all jene, die mit Wörtern kochen und trinken", so Gründer Edouard Cointreau, und um den internationalen Kochbuchmarkt voranzubringen. Heute werden jährlich 24.000 Kochbücher publiziert, was der doppelten Anzahl gegenüber 1994 entspricht. Das Wachstum dieses Segments verlief stetig in den letzten zehn Jahren und wurde zusätzlich gefördert durch die Vielzahl an TV-Kochshows weltweit. Im Gegensatz zu dieser positiven Entwicklung stagniert der allgemeine Buchmarkt und weist nur geringe Wachstumsraten auf. Award-Gründer und -Päsident Edouard Cointreau ist Mitglied der Cointreau-Familie, die unter anderem Cointreau Likör, Remy Martin und Frapin Cognacs herstellt. Seine Familie besitzt Weingärten seit dem Jahr 1270, und Rabelais, der berühmte französische Schriftsteller des 16. Jahrhunderts
und Sohn eines Frapin, ist einer seiner Vorfahren.
Die "Gourmand World Cookbook Awards" erhalten jedes Jahr ca. 5000 Bücher aus 67 Ländern, die sich um die Nominierung für den Wettbewerb bemühen. Es gibt 34 "Best in the World" Kategorien für Kochbücher und weitere 14 Kategorien für Weinbücher. Edouard Cointreau: "Ein gutes Buch spiegelt immer die Persönlichkeit des Autors wieder. Letztlich ist es sein persönlicher Stil, der aus ihm einen Gewinner macht."

Weitere Informationen zum Buch "Fische der Algarve“ finden Sie unter www.edition.marisol.de. Das Buch ist nicht über den deutschen Buchhandel erhältlich.
Eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier:


 

 

 

Informationen zu Meersalz von marisol finden Sie unter www.marisol.de.
Eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier
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8.12.2004
"Loro Parque" auf Teneriffa plant umstrittene Schwertwalhaltung

München (wdcs): Der Vergnügungspark "Loro Parque" auf Teneriffa hat begonnen, eine Anlage für die Haltung von Schwertwalen zu errichten. Bereits im Frühjahr 2005 sollen vier Schwertwale (Orcinus orca) von "Sea World" aus den USA auf die Kanarischen Inseln gebracht werden. Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS ist besorgt über den fortwährenden Handel mit diesen Meeressäugern und sieht darin einen Verstoß gegen die Gesetzgebung der Europäischen Union.
"Die WDCS ist davon überzeugt, dass ein Import - auch von in Gefangenschaft geborenen Schwertwalen - gegen die durch das Artenschutzabkommen vorgegebene EU-Gesetzgebung verstößt. Diese untersagt einen Handel mit Walen und Delfinen für kommerzielle Zwecke", erläutert Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS.
Zurzeit werden weltweit 46 Schwertwale in fünf verschiedenen Ländern zur Schau gestellt. Alleine in diesem Jahr sind bereits sechs Orcas, darunter zwei junge Kälber, in Gefangenschaft gestorben. Seit 1961 wurden mindestens 135 Orcas aus freier Wildbahn für die Haltung in Gefangenschaft entnommen. Mehr als 80 Prozent dieser Tiere sind heute tot. "Wird der geplante Import tatsächlich durchgeführt, so müssen nicht nur die betroffenen Individuen weiter leiden, auch die Nachfrage nach Schwertwalen durch andere Vergnügungsparks kann dadurch angeheizt werden. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Wildfänge steigt und die Bedrohung frei lebender Orcapopulationen nimmt zu", ergänzt Entrup von der WDCS.
Aus freier Wildbahn entnommene Tiere haben in Gefangenschaft eine durchschnittliche Lebensdauer von weniger als sechs Jahren. In freier Wildbahn erreichen Weibchen ein durchschnittliches Alter von etwa 60 Jahren, können jedoch auch bis zu 90 Jahre alt werden. Männchen werden durchschnittliche etwa 30 Jahre alt und haben eine maximale Lebenserwartung von ca. 50 Jahren. Auf Grund der hohen Sterblichkeitsrate in Gefangenschaft ist die Nachfrage nach neuen Tieren groß. Der Preis eines Wildfangs wird auf eine Million Euro geschätzt. Die Überlebensrate der in Gefangenschaft geborenen Orcas liegt bei nur 41 Prozent. "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die spanischen Behörden den Bau einer neuen Anlage mit Becken für Schwertwalhaltung erlauben, wo es doch offensichtlich ist, dass sich diese Tiere für die Haltung in Gefangenschaft nicht eignen", sagt Nicolas Entrup von der WDCS.

Unterstützen Sie den Aufruf gegen die Schwertwalhaltung auf Teneriffa und schreiben Sie einen E-Protestbrief!

http://www.wdcs.org.au/de/
e_campaigns/campaigns.php
?select=campaign5

 

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NACHRICHTEN 2004