| NACHRICHTEN 2006/2007 |
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In
10 Tagen von Faro nach Malaga
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| 8.
August 2006 Galiciens brennende Probleme Mangelnde Prävention durch Strafverfolgung führt zu Waldbränden im Mittelmeerraum Frankfurt (wwf): Wie
in den Jahren zuvor zeigt auch dieser Sommer seine Schattenseiten: Im
Nordwesten der iberischen Halbinsel wüten erneut heftige Waldbrände.
Nach Einschätzung des WWF in Spanien beläuft sich die Schadenssumme
schon jetzt auf ungefähr 500 Millionen Euro. Allein in der Region
Galicien seien in diesem Jahr bislang 10.500 Feuer entdeckt worden. Sie
vernichteten bereits eine Fläche von rund 42.000 Hektar Wald. Mehr
als 80 Prozent der Feuer dürften auf vorsätzliche Brandstiftung
zurückzuführen sein, schätzt Félix Romero, Leiter
des Forstprogramms beim WWF Spanien. |
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25.07.2006 Die Weißkopf-Ruderente
zählt zu den seltensten Vogelarten Europas. Ihre Bestände sind
unter anderem durch Bastadisierung mit der ursprünglich aus Nordamerika
stammenden Schwarzkopfruderente bedroht. Die Zeitschrift Quercus veröffentlichte
nun in ihrer Juniausgabe die neusten Bestandszahlen für Spanien:
Zählungen aus 2005 im Auftrag des andalusischen Umweltministeriums
ergaben demnach einen Bestand von 2.100 Weißkopf-Ruderenten. 140
Weibchen konnten im vergangenen Jahr ihre Brut erfolgreich großziehen.
Aufgrund der ausgebliebenen Niederschläge und dem damit verbundenen
austrocknen einiger Brutgewässer bedeutete dies einen leichten Rückgang
im Vergleich mit 2004 mit 200 erfolgreichen Bruten. |
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| 01.07.2006 Korkeichen - die Situation spitzt sich zu! Das, was wir im Naturreiseführer
PORTUGAL Algarve bis Lissabon auf den Seiten 32 bis 34 geschrieben
haben (siehe auch rechts), dass der ganz besondere Baum, die Kork-Eiche,
durch veränderte Konsumgewohnheiten ernste Probleme bekommen kann,
mit ihm die dazugehörende Kulturlandschaft Korkeichen-Dehesa, wurde
jetzt auch vom World Wildlife Fourn (WWF) kommuniziert. Die britische
Zeitung The Independent zitierte im Mai 2006 eine Studie des WWF, in welcher
das Verschwinden von ¾ der Kork-Eichenbestände bis zum Jahr
2016, also innerhalb der nächsten zehn Jahre, befürchtet wird.
Ursache ist die zunehmende Tendenz Weinflaschen mit Kunststoffkorken oder
Schraubverschlüssen zu verschließen. |
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20.04.2006
20 Jahre nach Tschernobyl: Spanien schaltet sein erstes Kernkraftwerk ab. Am 30. April ist es soweit. Die Kaffeekanne geht vom Netz. Die Ursprünge der Kernenergienutzung in Spanien sind bis in die Zeit Francos zurückzuführen. Neben der, vorgeschobenen, zivilen, wurde jedoch vor allem eine militärische Nutzung angestrebt. Waren zu Beginn der 1970er Jahre noch 40 AKW geplant, wurde dieser Kurs mit der Wahl der Sozialisten 1982 korrigiert und viele der geplanten Projekte zurückgezogen. Noch gibt es neun Kernkraftwerke an sieben Standorten mit insgesamt 7.600 MW Leistung, der 30. April ändert diese Tatsache jedoch, da das erste Kernkraftwerk am Ende seiner Laufzeit geplant stillgelegt wird. Bereits
1968 ging das erste Kernkraftwerk Jose Cabrera, nur kurz Zorita genannt
(das benachbarte Dorf heißt Almonacid de Zorita), in der Provinz
Guadalajara ans Netz. 1971 und 1972 folgten zwei weitere Kraftwerke, Santa
Maria de Garoña in der Provinz Burgos und Vandellos I in Katalonien,
welches leider eine traurige Berühmtheit erfuhr. 1989 kam es zu einem
Unfall (Level 3 auf der INES-Skala für Atomunfälle). Es brach
ein Feuer im Kraftwerk aus, mit der Folge, dass der betroffene erste Block
abgestellt wurde und im selben Jahr ganz vom Netz genommen wurde. Dieser
Block, seit 1988 ist mit Vandellos II ein zweiter Block in Betrieb, wird
zu Zeit demontiert und stellt damit Spaniens ersten Reaktor dar, der zwangsweise
zurück gebaut wird. |
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14.04.2006
Mit der Naturwerkstatt zum Rio Lima Im äußersten Nordwesten Portugals befindet sich die Region Minho, eine abwechslungsreiche grüne Landschaft mit mildem Atlantikklima und einer lebendigen Tradition. Neben dem namensgebenden Rio Minho an der Grenze zum spanischen Galizien, zieht auch die Gegend entlang dem südlich davon verlaufenden Rio Lima den natur- und kulturinteressierten Reisenden in ihren Bann. Ganz im Osten liegt dort die Berglandschaft des einzigen portugiesischen Nationalparks namens Peneda-Gêres. Er beherberg bis heute endemische Pflanzen, Adler, Wölfe und verwilderte Pferde. Auf dem Weg des Rio Lima in Richtung Atlantik erreicht der Fluss das hübsche Ponte de Lima, Hauptstadt des ländlichen Tourismus in Portugal: Man kann dort in traditionsreichen Landsitzen nächtigen, die oft seit Jahrhunderten im Besitz einer Familien sind (Infos unter www.center.pt). Bei Viana do Castelo mündet der Rio Minho schließlich in den rauen Atlantik. Diese
unvergleichliche portugiesische Gegend können Sie nun mit dem kleinen,
in Ponte de Lima ansässigen Tourismusanbieter Oficina da Naturzea
(Naturwerkstatt) aktiv erleben. Die Oficina bietet ein übersichtliches
Programm im Natur-, Wander- und Ökotourismus und kombiniert ihr Angebot
mit dem Kennenlernen der regionalen Tradition, Kultur und Geschichte.
Auch die regionale Küche kommt dabei nicht zu kurz. |
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| 19.03.2006 Ecovia do Litoral Radfahren entlang der Algarveküste, das verhieß bisher große Orientierungsschwirigkeiten während der Fahrt entlang der Vielzahl kleiner, küstennaher Straßen. Alternativ blieb da dem Radler noch die vielbefahrenen N125. Sie erlaubte es dem Radfahrer schnell voranzukommen, wobei aber das Urlaubserlebnis doch weitgehend auf der Strecke bieb. Mit all dem hat es bald ein Ende, den seit März 2006 laufen die Arbeiten an der Ecovia do Litoral! Dieser Radweg verbindet die Orte Vila Real de Santo António, Tavira, Olhão, Faro, Albufeira, Lagoa, Portimão, Lagos, Sagres und führt weiter bis zum Cabo de São Vicente. Die Ecovia soll dem Radreisenden auf insgesamt 214 km entlang schöner kleiner Straßen oder extra Radwegen die Schönheiten der Südküste Portugals näherbringen und das alles aufgrund einer Ausschliderung ohne Orientierungsprobleme. Bereits im Jahr 2007 soll die Ecovia eröffnet werden. Wir sind gespannt. |
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09.03.2006 Berlin (wwf) - Wer im Urlaub die Umwelt schonen und die regionale Wirtschaft stärken will, bekommt jetzt praktische Tipps an die Hand. Die Verbraucher Initiative, der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der WWF stellen auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin den Einkaufsführer Bewusst Reisen vor. Die kostenlose Broschüre gibt viele praktische Tipps von der Abreise bis zur Verpflegung, vergleicht die Umweltfolgen von Flugzeug, Auto, Bahn und Bus und empfiehlt nationale und internationale Umweltzeichen. Sie enthält mit dem Reisekompass auch einen übersichtlichen Qualitätscheck für bewusstes Reisen. Der Kompass ist ab sofort auch im Internet über www.reisekompass-online.de verfügbar. Die Deutschen gaben 2004 etwa 53 Milliarden Euro für Reisen aus - und der Markt wächst weiter. Doch das Geschäft hat Schattenseiten: Der Reiseverkehr schadet dem Klima, in den Urlaubsländern wächst der Verbrauch an Wasser und Energie. Landschaften werden zersiedelt, Mensch und Natur mit Lärm, Abgasen und Abfall belastet. Vor allem in Entwicklungsländern mehren sich in den Tourismushochburgen soziale Probleme wie Prostitution oder Kinderarbeit. Das eigene Reiseverhalten entscheidet mit darüber, in wieweit Mensch und Natur in Mitleidenschaft gezogen werden. Mit Hilfe des Einkaufsführers können sich Touristen schnell einen Überblick verschaffen, um aus dem unübersichtlichen Reisemarkt die nachhaltigen Angebote herauszufiltern, so Ralf Schmidt-Pleschka von der Verbraucher Initiative. Jeder Euro kann zu Gunsten oder zum Schaden der Natur ausgegeben werden, betont Birgit Weerts vom WWF und nennt einige Beispiele: Auf der griechischen Insel Zakynthos vertreiben Touristen die Meeresschildkröten von den Brutstränden. Und der hohe Wasserverbrauch von Hotels und Golfplätzen am Mittelmeer trocknet wertvolle Feuchtgebiete aus. Anderseits bilden zahlende Touristen, die gerade wegen der intakten Landschaften in eine Region reisen, für die lokale Bevölkerung einen Ansporn, die Natur zu erhalten. Entscheidend für die Umweltbilanz einer Reise ist nicht zuletzt die Wahl der Verkehrsmittel. Bei einem Urlaubsflug nach Mallorca wird das Klima so geschädigt wie durch ein Jahr Autofahren, erläutert Petra Bollich vom VCD. Wir empfehlen daher, in jedem Fall Alternativen zum Flugzeug sorgfältig zu prüfen. Sollte es mal nicht ohne Flieger gehen, bieten umweltbewusste Veranstalter einen Ausgleich durch Einzahlung in Klimaschutzprojekte an. |
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| 15.02.2006 Gewählt! Dupont-Lerche wird Vogel des Jahres 2006 in Spanien Knapp 1.500 Personen nahmen an der Wahl zum Vogel des Jahres teil. Die Stimmenabgabe erfolgte über die Webseite von SEO/BirdLife (www.seo.org). Die Dupont-Lerche (Chersophilus duponti), eine Art, die in der spanischen Roten Liste der Vögel als stark gefärdet eingestuft ist, erhielt die meistene Stimmen. Es standen drei Arten zur Auswahl: die Rauchschwalbe (Hirundo rustica, span.: Golondrina Común), die auf den Kanaren beheimatete Kragentrappe (Chlamydotis undulata, span.: Avutarda Hubara, auch: Hubara Canaria) und die Dupont-Lerche (in Spanien meist als Alondra Ricotí (Ricotí-Lerche) bezeichnet. Die Dupont-Lerche gewann mit einem hauchdünnen Vorsprung (660 Stimmen, 44 %) vor der Rauchschwalbe (641 Stimmen, 43 %). Die Kragentrappe erhielt nur 187 Stimmen (12 %). Das Verbreitungsgebiet dieser Lerchenart ist eng umgrenzt. Es liegt ausschließlich in den Steppenregionen Spaniens und Nordafrikas. In Spanien kommt die Art in acht Autonomen Regionen (Comunidades Autónomas) vor: Castilla y León, Aragón, Navarra, Castilla-La Mancha, Andalucía, Murcia, Valencia y Cataluña, mit den Verbreitungsschwerpunkten im Ebrobecken Aragons und im südlichen Teil der Provinz Soria (Kastilien und León). Das besiedelte Areal umfasst nur 500 km2, aufgeteilt in 50 - 70 verstreut liegenden Zonen, mit zum Teil geringsten Bestandsdichten, wie z.B. 5 Vögel in Murcia Die Art befindet sich in einer Regression, mit einem Gesamtbestand an Brutpaaren von 13.000 Paare in Spanien (lt. Atlas de las aves reproductoras de España, MINISTERIO DE MEDIO AMBIENTE, SEO/BIRDLIFE, 2004). Mehr Informationen unter: www.seo.org Die Art besiedelt spärlich bewachsene steppenartige Lebensräume und ist ein Bodenbrüter. Die verstecke Lebensweise und die geringe Flugneigung machen es schwer, sie zu entdecken, auch wenn sie Flächen besiedelt, wo sichtstörende vertikale Elemente zur Seltenheit gehören. Am besten ist diese Art daher anhand ihres unverwechslebaren Gesanges aufzufinden, der in den Morgen- und Abendstunden, unter bestimmten Witterungsbedingungen (Windstille, keine Bewölkung) auch Nachts, vorgetragen wird. |
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