| Radtour durch den Algarve und Alentejo März/April 2003 |
| Anreise Die Anreise zu unserer 2-wöchigen Tour erfolgte mit dem Flieger zum Zielflughafen Faro. Die Radmitnahme kostete uns 25,-€/ Flug (Air Berlin) und war unproblematisch. Wenn man abends ankommt, bietet es sich an die erste Nacht in Faro zu verbringen. Vom Terminal aus sind es ca. 8km entlang von Hauptverkehrstraße bis zum Ort. Dort gibt es zahlreiche Pensionen und am südöstlichen Ortsrand eine fahrradfreundliche Jugendherberge. Charakter Die Tour ist nicht in allen Einzelheiten beschrieben, allerdings kann man sich unter Zuhilfenahme einer guten Karte und der Tourskizze ein gutes Bild der gefahrenen Strecke machen. Die Beschreibung dieser Tour wurde nicht gemacht, damit sie 1:1 nachgefahren wird, sie soll euch animieren eure eigene Route durch dieses Land zu planen! Auskünfte Reisezeit Unterkunft |
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Die Tour im Detail 1. Tag: Von Faro aus geht
es die EN 125 nach Osten in Richtung Olhão. Dort treffen wir auf
einer direkt an der EN gelegenen Kirche auf das erste der zahlreichen
besetzten Storchennester unserer Reise. |
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2. Tag: Die Strecke bis Azinhal ist nicht ohne und kostet uns jede Menge Kraft (zwei sehr steile und lange Anstiege). Belohnen kann man sich dann in der Kneipe am zentralen Platz in Azinhal mit der "Prato do dia" (Tagesgericht - Überraschung!). Der Guadiana zeichnet sich durch tolle Kulissen und flache Streckenverläufe aus. Reife Orangen sind auch noch im März/ April am Baum, als "Unterpflanzung" kann man hier häufig das Große Immergrün (Vinca major) vorfinden (verwandt mit dem bei uns weit verbreiteten Kleinen Immergrün (V. minor)). |
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3. Tag: Alanie
(Rio Guadiana) - Alcoutim - Mértola |
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4. Tag: Mértola
- Castro Verde - Rosario - Monte Mendes |
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| 5.
Tag: Monte Mendes - Aldeia do Fernandes - Ourique - Aldeia das Amoreiras
- São Martinho das Amoreiras - Luzianes 66 km Wir haben die Weite der Steppe verlassen und fahren nun durch eine landschaftlich sehr reizvolle, abwechslungsreiche Gegend. Hier dominieren weitläufige Haine von Kork- und Steineiche. Am Wegesrand wachsen häufig wilde Gladiolen (Gladiolus illyricus). Die für ihr delikates Fleisch weltberühmten schwarzen Schweine dürfen hier noch über die Weiden traben. |
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| 6.
Tag: Luzianes - Milharadas - Odemira - Vila Nova de Milfontes 48km Die abwechslungsreiche Landschaft nimmt kein Ende. Auffällig sind die zahlreichen Orchideen die nunmehr den Wegesrand bereichern. Daneben steht auch schon mal der Mittelmeer-Schneeball (Viburnum tinus). In Odemira kann man am Rio Mira die an der Oberfläche nach Nahrung suchenden Meeräschen beobachten; der Fluss ist hier demnach deutlich von Salzwasser beeinflusst. Wenn man die gefährliche N393 (kein Randstreifen, schlechte Fahrbahn, schnell fahrende Kfz) nach Milfontes überlebt hat kann man sich abends in den zahlreichen Kneipen amüsieren. Hier ist auch ein Campingplatz im Ort vorhanden. |
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7. Tag: Vila Nova
de Milfontes - Carrascal - Almograve - Cavaleiro - Carrasqueira - Touril
- Zambujeira do Mar |
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| 8.
Tag: Zambujeira do Mar 0 km Da der Wind auf West gedreht hat und tatsächlich jede Menge Regen im Gepäck hat, bleiben wir diesen Tag in Zambujeira do Mar. In den Felsen oberhalb des Dorfes kann man u.a. folgende Pflanzen finden: Silberweiße Zistrose (Cistus albidus), Sonnenröschen (Halimium atriplicifolium), Strand-Leimkraut (Silene littorea), den Schmarotzer Cytinus hypocistis. Als Abendessen empfehlen wir "carne de porco à alentejana" (Schweinefleisch mit Muscheln - lecker!) |
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| 9.
Tag: Zambujeira do Mar - Aljezur - Carrapateira - Vila do Bispo - (Praia
do Telheiro) 83 km Unbedingt anschauen sollte man sich die Pontal bei Carrapateira. Von dieser windexponierten Felsküste hat man einen wunderschönen Ausblick auf den leicht muschelförmigen Praia da Bordeira. Bei Vila do Bispo nimmt man den rechts von der neuen Straße Richtung Sagres gelegenen alten Weg; dieser knickt nach ca. 2km Richtung Kap ab. Die Straße ist schlecht, dafür die Gegend umso schöner. Der Weg führt zur Steilküste von wo man einen schönen Blick auf das Kap von São Vicente hat. Man kann hier Schwarzkehlchen, Grauammer und ab Mai auch Bienenfresser beobachten. Vereinzelt sieht man mit über 2m Höhe ungewöhnlich große Exemplare der Zwergpalmen (Chamerops humilis). Nachts ruft der Triel. |
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| 10.
Tag: Vila do Bispo - Cabo de São Vicente - Sagres - Salema - Lagos
- Alvor 76 km Am Kap achte man auf die waghalsigen Angler in den Felsen. Entlang der Steilküste gelangt man schließlich in den kleinen Hafenort Sagres. Von hier aus kann man nun die Hauptverkehrstraße Richtung Lagos fahren, die wir erst wieder Richtung Salema verlassen. Der Ort hat einen langen Sandstrand und seit einiger Zeit auch eine Uferpromenade. Wenn man der durch den Ort führenden Gasse Richtung Osten (steil!) folgt, gelangt man zur Boca do Rio, einem schönen und wenig besuchten Strand. Nach einem starken Anstieg gelangt man oben angekommen zu einer römischen Ruine (rechte Hand), hier wächst die Spiegel-Ragwurz (Ophrys speculum). Weiter geht die Fahrt über Lagos zum Campingplatz in Alvor. Alvor ist der idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Serra de Monchique; der höchsten Punkt der Algarve ist der Foia mit 902müNN, der Ort Monchique liegt bei 460müNN. |
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| 11.
Tag: Alvor - Portimão - Estômbar - Lagoa - Carvoeiro - Cabo
Carvoeiro 26 km Der Stadtstrand von Carvoeiro lädt zum schwimmen ein, allerdings ist das bei ca. 15°C im zeitigen Frühjahr nicht jedermanns Sache.... Am Cabo Carvoeiro konnten wir morgens einen großen Schwarm Alpensegler beobachten; darüber hinaus gibt es hier auch Felsentauben und Rotkopfwürger. |
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| 12.
Tag: Cabo Carvoeiro - Armação de Pera - Albufeira 42 km Auf den Weg zum Praia de Marina gibt es Orchideen satt: Italienisches Knabenkraut (Orchis italica), Gelbe Ragwurz (Orchis lutea), Spiegel-Ragwurz (Ophrys speculum) und weitere Arten. Nachdem man den hässlichen Hochhausort Armação de Pera durchfahren hat kommt man schließlich nach Albufeira. Die Altstadt ist ganz reizvoll und in der Nebensaison nicht von Touristen überlaufen. Auf dem am Ortsrand gelegenen Campingplatz konnten wir in direkter Zeltumgebung neben den drei oben erwähnten Orchideen auch noch die Schnepfen-Ragwurz (Ophrys scolopax) nachweisen, nachts ruft hier die Zwergohreule. |
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| 13.
Tag: Albufeira - Quateira - Almansil - Faro 26km Faro ist eine Universitätsstadt, das heißt, dass hier gefeiert wird! Es gibt einige Kneipen und Diskotheken; hier kann man dann einen gelungenen Radreiseurlaub in Portugal standesgemäß ausklingen lassen. Dieses Jahr soll es wieder in den Süden Portugals gehen - ein Reisebericht hierzu wird folgen!
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